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Okonomiyaki – japanische Pizza-Pfannkuchen von der Feuerplatte

Okonomiyaki von der Feuerplatte

Werbung | Okonomiyaki, oder übersetzt: Grille, was dir gefällt! Das klingt doch schon mal gut! Tatsächlich ist Okonomiyaki eine Art Mischung aus Pizza und Pfannkuchen, die anschließend noch mit würziger Sauce versehen wird. Ich nenne sie auch deswegen Pizza-Pfannkuchen und nicht nur Pfannkuchen, da es eben einen Belag gibt, den man individuell gestalten kann.

Das klingt so gar nicht nach Japan waren meine ersten Gedanken, als ich davon gehört hatte. So denkt man doch zuallererst an Sushi, feine Häppchen in Teriyaki-Sauce oder leichte Miso-Suppen. Es ist jedoch in der Tat ein äußerst beliebtes Gericht und auch ein durchaus sättigendes dazu. Um sich mal den Stellenwert von Okonomiyaki zu verdeutlichen: Allein in Hiroshima, einer Stadt, die mit ihrer Art der Zubereitung einen prägenden Einfluss hat, gibt es über 2000 Okonomiyaki-Restaurants. Laut meinem Kenntnisstand gibt es in Deutschland eine Handvoll. Also eine Art des “Fastfoods”, die von mir aus ruhig noch Deutschland erobern kann.

Osaka Okonomiyaki

Es gibt in Japan im wesentlichen drei unterschiedlich Arten von Okonomiyaki, die sich auf bestimmte Regionen beziehen, in denen sie zubereitet werden. Die bekannteste ist das Osaka Okonomiyaki, das am einfachsten in der Zubereitung ist und scheinbar auch am beliebtesten. Okonomiyaki ist wie japanisches Essen generell eine sehr gesellige Angelegenheit. Man nimmt um eine Kochplatte Platz, der Grundteig steht bereit und die restlichen Zutaten wählt man frei nach Lust und Laune, eben “Grille oder Brate, was dir gefällt”.

Grundsätzlich gibt es wie bei allen japanischen Gerichten auch bei diesem ein paar Regeln zu beachten, die ich aber großzügig auslege. Auch auf manche Zutat verzichte ich hier, da sie nicht bei jedem im Küchenschrank zu finden sein wird. Entscheidend ist jedoch Weißkohl, oder wie in meinem Fall Spitzkohl, der direkt in den Teig aus Dashi-Brühe*, Eiern und Mehl eingearbeitet wird. Alle anderen Zutaten werden beim Osaka-Stil dann ebenfalls direkt in den Teig gegeben.

Zutaten für Okonomiyaki

Hiroshima Okonomiyaki

Die verwendetetn Zutaten sind weitgehend die gleichen wie beim Osaka-Stil. Es kommt jedoch zunächst nur der Grundteig (mit oder ohne Kohl) auf die heiße Platte. Sodann wird dann begonnen zu schichten, und zwar mit den Zutaten der Wahl. Klassische Zutaten sind zum Beispiel Bacon, Nudeln, Ei oder Meeresfrüchte. Das lässt sich natürlich beliebig kombinieren, ergänzen und erweitern. Ist alles drin was man braten möchte und der Fladen auf der Unterseite ausreichend gebräunt, wird er schließlich noch einmal gewendet.

Teig für Okonomiyaki

Ich verwende grundsätzlich normales Weizenmehl für den Teig. In Japan – und auch hier in gut sortierten Asia-Läden – gibt es auch spezielles Okonomiyaki-Mehl zu kaufen, das zum Beispiel noch mit Bonitoflocken gewürzt ist, und dem Yamswurzel hinzugefügt wurde, um dem Teig eine fluffige Konsistenz zu verleihen. Es geht aber wie gesagt auch wunderbar mit gewöhnlichem Weizenmehl.

Okonomiyaki Sauce

Okonomiyaki wäre nichts, wenn es nicht die Sauce gäbe, die am Ende darüber gegeben wird. Zum Glück ist diese auch leicht herzustellen, denn dafür benötigt man Worcestersauce, Ketchup, Austernsauce, Zucker und eventuell Reisessig. Natürlich kann man auch diese Sauce bereits fertig kaufen* und sie schmeckt und passt auch richtig gut, aber selbstgemacht kann man sie wunderbar an seinen eigenen Geschmack anpassen. Man könnte zum Beispiel den Zucker durch Honig ersetzen oder ein paar Bonitoflocken hinzufügen. Nicht nur diese Sauce ist ein fester Bestandteil des Okonomiyaki, sondern ebenso Mayonnaise. Die Mayonnaise unterscheidet sich nur geringfügig von der uns geläufigen Mayonnaise. Wenn man unserer Mayonnaise noch etwas Reisessig und Zucker hinzufügt, dann sind wir sehr nah dran an der in Japan beliebten Mayo von Kewpie*.

Okonomiyaki von der Feuerplatte

Okonomiyaki von der Feuerplatte

Wer sich generell ein wenig Arbeit bei der Zubereitung ersparen will und sicher gehen will, dass es authentisch japanisch schmeckt, der kann auch gleich ein ganzes Set für für Hiroshima Okonomiyaki* kaufen.

Zubereitung

In Japan wird Okonomiyaki auf einer heißen Grill- oder Kochplatte, dem sogenannten Teppan* zubereitet. Der Teppanyaki-Grill, der sich direkt am Tisch der Gäste befindet ist auch hier inzwischen immer beliebter, und Okonomiyaki ist so eine typische Teppanyaki-Speise. Eine heiße Grillplatte ist eine heiße Grillplatte, und da bietet es sich natürlich an die Feuerplatte* einzuheizen, um die Teppanyaki stilecht im Barbecue-Stil darauf zuzubereiten. Alternativ wäre zum Beispiel auch eine Plancha* auf dem Gas- oder Kohlegrill möglich.

Okonomiyaki von der Feuerplatte

Es gibt aber eigentlich nichts schöneres als die Feuerplatte zum Glühen zu bringen, na gut, ganz so heiß sollte sie dann doch nicht werden. Ein Vorteil ist aber sicherlich, dass wir auf der Feuerplatte ausreichend Platz haben, um genügend Okonomiyaki oder auch noch weitere Speisen zuzubereiten.

Okonomiyaki auf der Feuerplatte

Zunächst kommt der Teig auf die (leicht geölte) Feuerplatte. Dabei ist eigentlich nur zu beachten, dass der Teig eine zähflüssige Konsistenz haben sollte. Im Idealfall zerläuft er nur wenig, und muss auf der Platte leicht verstrichen werden, um Fladen von ca. 15-20 cm Durchchmesser zu bekommen. Das Verstreichen geht am besten direkt mit der Kelle, und zwar in kreisrunden Bewegungen. Neben Spitzkohl befinden sich bei mir auch noch einige Ringe von Frühlingszwiebeln im Teig.

Okonomiyaki von der Feuerplatte

Als erste Variante bereite ich zumeist diejenige vor, die wir bei unserem ersten Okonomiyaki hatten, und uns sogleich in dieses Gericht verliebt haben. Dabei kommen zunächst ein paar Nudeln auf den Teig. Ich verwende meistens dünne Eiernudeln, wie man sie aus typischen Wok-Gerichten kennt. In Japan nimmt man Yakisoba-Nudeln. Als nächstes kommen 2-3 Scheiben Bacon auf die Nudeln, natürlich selbstgemachter Bacon. Das ganze dann ein wenig in den Teig drücken. Schließlich noch kleine Garnelen bzw. Eismeergarnelen und Frühlingsringe. Diese Kombination wird dann gewendet und noch ein wenig angebrutzelt bis der Teig auch von dieser Seite fest ist. Anschließend noch einmal umdrehen und die Okonomiyaki-Sauce darauf verteilen. Runter von der Platte und ab auf den Teller. Jetzt noch die Mayonnaise schön im Zickzack-Muster oder einfach drauf damit. Ich garniere dann noch mit Katsuobushi, also Bonitoflocken. Die Optik der durch die aufsteigenden Wärme sich wiegenden Bonitoflocken toppt das alles nochmal.

Varianten

Wie schon oben erwähnt sind die Variationsmöglichkeiten unendlich. Bei einem Teil der Fotos für dieses Rezept gab es zum Beispiel noch Skirtsteak von der Feuerplatte, das mit oder ohne Bacon auf die Fladen kam. Flanksteak und Iberico Pluma fanden an diesem Abend auch ihren Weg auf die Feuerplatte und wurden entweder pur oder als Okonomiyaki verspeist. Probiert euch aus und folgt dabei euren Vorlieben und eurem Gaumen.

Okonomiyaki von der Feuerplatte

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